Hochschulen sind die Treibhäuser der Wissensgesellschaft. Die steigenden Anforderungen an die individuellen Qualifikationen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern lassen die Prognose zu, dass zukünftig der Anteil an Studierenden eines Jahrgangs sechzig bis achtzig Prozent betragen muss. Immer mehr Produkte und Dienstleistungen sind innovationsabhängig und lassen sich nur noch mit steigender Forschungsintensität entwickeln. Die Bedeutung von Studium und Lehre, von Forschung und Entwicklung wird weiter wachsen. Deshalb setzen wir uns für die Zukunftschancen von Universitäten und Fachhochschulen als Motoren der sozialen und ökonomischen Entwicklung in Sachsen ein.
Mit dem Ziel einer höheren Studienbeteiligung lehnen wir Studiengebühren für das Erststudium ab und wollen intelligente Hochschulfinanzierungsmodelle in die Diskussion bringen. Wir engagieren uns für unabhängigere Universitäten und Fachhochschulen und wollen dabei die Mitwirkung von Wissenschaftlern und Studierenden weiterentwickeln. Im Interesse internationaler und weltoffener sächsischer Hochschulen setzen wir auf eine höhere Studienbeteiligung ausländischer Studierender.
Wir wollen den Anteil von Frauen und Migranten in Lehre und Forschung stärken und die Vereinbarkeit von Kind und Karriere im Wissenschaftsbereich nach vorn bringen. Grüne Hochschul- und Wissenschaftspolitik will so Perspektiven für bessere Lehre und Forschung, kreatives Experimentieren und kritische Auseinandersetzung an sächsischen Hochschulen entwickeln.