
![]() Im Jahr 2003 beantragte der Freistaat Sachsen bei der UNESCO die Aufnahme des Dresdner Elbtals in die Liste der Welterbestätten. Dazu mußte die Sächsische Staatsregierung quasi getrieben werden, denn zunächst wollte sie den Antrag der Stadt Dresden nicht an die UNESCO weiter leiten. Sie befürchtete, daß damit die Entwicklung der Wirtschaft gehemmt würde! Erst auf Proteste aus der Bürgerschaft wurde der Antrag im Januar 2003 buchstäblich in letzter Minute in Paris eingereicht. Auf der Tagung des Internationalen Welterbe-Komitees im September 2004 in Suzhou, China, ernennt die UNESCO das Dresdner Elbtal zum Welterbe. - Die Übergabe der Ernennungsurkunde nimmt der Direktor des Pariser Welterbezentrums, Herr Prof. Bandarin, in Dresden persönlich vor. Sie erfolgt in feierlicher Form im August 2005 im Rahmen des Dresdner Elbhangfestes. Welche Auszeichnung und Ehrung für die Landschaft und die Menschen hier im Elbtal! Insbesondere für die Menschen, die die Kulturlandschaft geprägt haben und für andere, die sich für deren Bewahrung einsetzten!Als beratendes Organ des Stadtrates und der Stadtverwaltung in Welterbe-Fragen beruft der Dresdner Oberbürgermeister das Kuratorium "UNESCO Welterbe Dresdner Elbtal" ein. Die Mitglieder des Kuratoriums werden von Stadtrat gewählt; ihm gehören Vertreter gesellschaftlicher Einrichtungen, der Kirchen und der Wirtschaft an. In ihrer Bewerbung vor der Unesco hatten die Vertreter Dresdens "die Erhaltung der Blickbeziehungen zu und von der Stadt und die Freihaltung der Elbauen von Bebauung" als "weitblickende städtebauliche Festlegungen" bezeichnet, "denen Dresden bis heute seine einzigartige Verbindung von Landschaftsraum und Architektur verdankt". Doch genau diese einzigartie Verbindung wird derzeit durch ein gigantomanisches Verkehrsbauwerk, dessen verkehrspolitischer Sinn sich einfach nicht erschließt, zestört. Diese Beschlüsse wurden vom Regierungspräsidium als Aufforderung zum Bau der Brücke interpretiert und durchgesetzt. Somit hatte die Stadt die Bauaufträge zu vergeben, obwohl die UNESCO auf ihrer Jahrestagung in Neuseeland (Juni 2007) erneut beschloß, Dresden den Welterbe-Titel abzuerkennen, wenn die "Ripke-Brücke" gebaut werde. Des weiteren wurde Dresden von der UNESCO aufgefordert, bis zum 1. Oktober 2007 der UNESCO Alternativen zur geplanten Brücke vorzulegen. Im August 2007 sollten die Bauarbeiten trotz einer bundesweiten Protestwelle beginnen. Ein Beschluß des Verwaltungsgerichts Dresden (s. 9. August 2007) verhinderte den Baubeginn zunächst (Fledermaus-Urteil, s. "Klagen"). Nachdem dasOberverwaltungsgericht den Beschluß des Verwaltungsgerichts vom August 2007 aufgehoben hatte, begannen am 19. November 2007 die Bauarbeiten zur "Ripke-Brücke". Nach Ablauf der dreijährigen Bindefriste des Bürgerentscheides vom Februar 2005 fordern wir nun vom Dresdner Stadtrat, den Bau eines Elbtunnels - anstelle der welterbezerstörenden Waldschlößchenbrücke - oder einen diesbezüglichen neuen Bürgerentscheid zu beschließen. 25. Januar 2012
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Die Geschichte der Montanwirtschaft im Erzgebirge ist eine gemeinsame sächsisch-böhmische. Was die Geschichte des Bergbaus im Erzgebirge zusammengeführt hat, das sollte die Staatsregierung heute nicht trennen.Rede Dr. Karl-Heinz Gerstenbergs zur Aktuelle Debatte "Welterbeprojekt Montanregion Erzgebirge konsequent unterstützen" auf Antrag der Fraktion B90/GRÜNE in der 41. Sitzung des Sächsischen Landtages, 15.09.2011, TOP 2mehr... 12. September 2011
Diskussion im Landtag: Welterbebewerbung der Montanregion ErzgebirgeGerstenberg: Das Verfahren nicht länger verzögern. Konkrete Fakten schaffen mehr... 18. August 2011
GRÜNE: Kehrtwende bei Welterbe-Bewerbung - Es darf keine weiteren Verzögerungen gebenGerstenberg: Jetzt kommt es darauf an, dass die Staatsregierung alles tut, um das Verfahren in Gang zu bringen mehr... 19. April 2011
Industriedenkmale sind erst einmal von vornherein schützenswert, sonst wären es keine DenkmaleEs ist die Gesamtheit aus dem scheinbar Kleinen und dem offensichtlich Großen, die den Wert unserer Denkmallandschaft ausmacht. [...]Es fehlt die dringende Forderung der Handlungsempfehlung nach nutzungsneutralen Notsicherungen [...] Rede des Abgeordneten Karl-Heinz Gerstenberg zum Antrag von CDU/FDP "Industriekulturelles Erbe Sachsens bewahren und erlebbar machen" (DS 5/5552) in der 34....mehr... 4. April 2011
Welterbe Montanregion - GRÜNE: Freistaat muss unverzüglich handelnGerstenberg: Für eine rechtzeitige Antragsstellung fehlt eine offizielle Einladung der Tschechischen Republikmehr... 9. März 2011
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Montanregion Erzgebirge: Grüne begrüßen Umdenken der Sächsischen StaatsregierungGerstenberg: UNESCO-Welterbe bedeutet Entwicklungschance, nicht Stillstand für die Regionmehr... |
