Brauchen wir Atomstrom?
Podiumsdiskussion
13. September 19:00 bis 21:30
Dresden, Grüne Ecke, Bischofsplatz 6
„Brauchen wir Atomstrom?“ mit Sylvia Kotting-Uhl, Atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN. Sylvia Kotting-Uhl ist Mitglied des Gorleben-Untersuchungsausschusses im Bundestag.
In der aktuellen Debatte um die deutschen Atomkraftwerke werden von der Atomlobby immer wieder drei Argumente für eine Laufzeitverlängerung angeführt:
1. Atomstrom ist billig und senkt damit die Strompreise
2. Atomstrom ist notwendig als „Brückentechnologie“ auf dem Weg in eine Zukunft mit Erneuerbarer Energie
3. Atomstrom ist gut für die Umwelt und das Klima
Obwohl hier kein Atomkraftwerk steht, würde eine Laufzeitverlängerung für Sachsen genau das Gegenteil bewirken: Atomstrom kostet den sächsischen Steuerzahler viel Geld und blockiert den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Sächsische Stadtwerke haben im Vertrauen auf den Atomausstieg viel Geld in neue Technologien investiert.
Die sächsische Atompolitik ist bisher von Wankelmut und Intransparenz geprägt.
Der radioaktiven Abfall aus dem Forschungsreaktor Rossendorf wurde unnötigen und teuren
Castortransporten erst nach Ahaus gebracht und bevor er jetzt für weitere fünf Millionen nach Russland soll.
Bis vor kurzem hielt sich die Staatsregierung den Wiedereinstieg auch in Sachsen ausdrücklich offen.
Erst jetzt rückt sie aus Angst um die sächsische Braunkohlewirtschaft vorsichtig davon ab.
Klimapolitisch steckt Sachsen damit in einer Sackgasse.