Dr. Karl-Heinz Gerstenberg

Seite: Dresden
URL: /79.98.html
Datum: 19.05.2012

Geboren im sächsischen Grimma lebe ich seit nunmehr 20 Jahren in Dresden und fühle mich hier zu Hause. Meine besondere Liebe gilt dabei "meinem" Stadtteil Plauen.

In Dresden vereinen sich Landschaft und Architektur zu einer Kulturlandschaft von einzigartiger Schhönheit. Die Elblandschaft im Raum Dresden ist ein hervorragendes Beispiel für einen über Jahrhunderte gewachsenen Kulturraum: Altstadt, historische Villenquartiere, Dorfkerne, Wald- und Grünflächen, Parks und Gärten, landwirtschaftliche genutzte Flächen und Weinanbau bilden eine ganz spezielle Einheit innerhalb des städtischen Raumes. Diese landschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Vielfalt bietet in Verbindung mit der großen Bereitschaft der BürgerInnen, sich für ihre Stadt zu engagieren, gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche nachhaltige Entwicklung.
Dresden ist eine Stadt, in deren fast 800jähriger Geschichte Menschen aus allen Teilen Europas und darüber hinaus sich immer wieder aktiv an ihrer Entwicklung beteiligten. Dresden war Zufluchtsort für Verfolgte und bot Künstlern, politischen Aktivisten, Diplomaten, Unternehmern und Wissenschaftlern Aufenthalt und Wirkungsstätte. Besonders eng - und leider nicht immer zum Guten - waren und sind die Geschicke der DresdnerInnen und ihrer Stadt mit Menschen und Städten in Polen und der heutigen Tschechischen Republik verknüpft. Diese gemeinsame Geschichte verpflichtet zu einem verantwortungsvollen Umgang, zu Toleranz und gegenseitiger Achtung, zu gemeinsamem Handeln für ein gerechtes, demokratisches und friedliches Europa. Dresden pflegt Städtepartnerschaften weit über Europas Grenzen hinaus und ist heute Mitglied der Euroregion Elbe/Labe.
Die Lage der Stadt am Schnittpunkt unterschiedlicher Landschaften, die Harmonie von Stadtanlage, Bauten und Grün, der Elbhänge und –Auen, die vielen kleinen und großen Zentren der Stadt, aber auch die möglichen Synergien zwischen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstätten von Klassik bis High Tech sind herausragend und locken Gäste und Unternehmen aus aller Welt. Die Erklärung der Kulturlandschaft des Dresdner Elbtales zum Weltkulturerbe der UNESCO, die von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt wird, könnte einer nachhaltigen Entwicklung einen zusätzlichen Impuls verleihen. Derzeit sind dieser Status und die Chancen einer solchen Entwicklung jedoch durch die Engstirnigkeit und Provinzialität einiger Kommunlapolitiker, die im krassen Gegensatz zu Dresdner Traditionen stehen, bedroht.