
Königsbrücker Straße für ALLE - Kein vierspuriger Ausbau![]() CDU und FDP favorisieren stadtzerstörende, unfallträchtige und nicht genehmigungsfähige Variante für die Königsbrücker Straße Unbeeindruckt von den Fakten der Verkehrsplaner und Bestimmungen in den Straßenbaurichtlinien favorisieren das Wirtschaftsministerium und die baupolitischen Sprecher von CDU- und FDP-Stadtratsfraktionen die vierstreifige Variante für die Königsbrücker Straße. Die 2006 von einer breiten Mehrheit (auch der CDU) im Stadtrat beschlossene zweistreifig-überbreite Variante sieht einen Kompromiss zwischen den Ansprüchen aller Verkehrsteilnehmer, Wohnumfeld- und Stadtteilfunktionen vor. Bei der vierstreifigen Variante hingegen werden Gehwege, Radfahrstreifen und Fahrbahnen, die noch nicht mal das Richtlinien-Mindestmaß erreichen, aneinandergereiht. Erwiesenermaßen ist dies besonders unfallträchtig. „Es ist unverantwortlich, wie hier mit Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer umgegangen wird und alles dem gefühlten Vorteil für den Autoverkehr geopfert werden soll.“ so Margit Haase, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/ Die GRÜNEN. „Die Simulation zeigt, dass Kfz-Fahrer bei der vierstreifigen Variante nur geringe Zeitgewinne erzielen, weil sie zwar auf der Strecke etwas schneller vorankommen, dafür aber länger an den ampelgeregelten Knotenpunkten (insgesamt 7 Lichtsignalanlagen auf 1,7 km Länge) stehen, weil sie nicht gleichzeitig mit der Straßenbahn fahren können. Bei der vierstreifigen Variante fallen darüber hinaus auch Park- und Lieferflächen im Seitenraum weg, so dass dafür die Fahrbahn herhalten muss. Die vierstreifige Variante würde Autofahrern ein hohes Konzentrationsvermögen abfordern, da der ständige Wechsel zwischen separaten und befahrbaren Gleiskörpern für die Geradeausfahrenden einer Schlangenlinie als Fahrlinie gleichkommt. Ausdrücklich kritisiert Haase, dass das Stadtteilzentrum südlich des Bischofsweges durch die breite Straßenschneise massiv beeinträchtigt wäre. „Wer behauptet, dass ein Entwurf, bei dem Gehwegbreiten im Haupteinkaufsbereich von 2 m herauskommen, kaum eine Veränderung zur Stadtratsvariante bedeutet, lügt oder kennt die Planungen nicht.“ Die Fraktion Bündnis 90/ Die GRÜNEN erwartet von der Verwaltung, dass die im Zuge der Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplanes VEP2025 plus von Bürgermeister Marx vorgestellten Ziele der Verkehrsentwicklung nicht nur schöne Worte sind, sondern die reale Verkehrsentwicklung in Dresden abbilden. Haase abschließend: „Die Königsbrücker Straße muss endlich stadtverträglich umgebaut werden. Die grüne Fraktion fordert, dass das Planfeststellungsverfahren mit der Stadtratsvariante wieder aufgenommen und zum Baurecht geführt wird. Es gibt keinen durch Fakten gedeckten Einwand, der die Genehmigungsfähigkeit dieser Kompromissvariante in Frage stellt. Die vierstreifige Variante hingegen ist nicht nur erheblich teurer, sondern auch wegen der Verstöße gegen Richtlinien nicht genehmigungsfähig." Inzwischen sind auch die überarbeiteten "Geheimpläne" zum vierspurigen Ausbau der Königsbrücker durchgesickert. Hier sind sie für alle Interessierten: Für eine unverzügliche stadtverträgliche Sanierung der Königsbrücker Straße haben wir eine Petition gestartet. Die Unterschriftenlisten können Sie hier herunterladen. Am 14. März 2011 - 19.30 Uhr - Filmtheater Schauburg: Königsbrücker Straße für Alle - kein 4spuriger Ausbau Informationen und Diskussion - eine Veranstaltung der Grünen Fraktion im Stadtrat, anschließend 21.00 Uhr passend zum Thema der Film "HOME" |



