
Pillnitz und doch nicht nur PillnitzGärten und Parks sollen frei zugänglich bleiben Im November 1992 beschloss die damalige Sächsische Staatsregierung die Umwandlung einzelner Schloß- und Park- bzw. Gartenanlagen sowie Burgen, die sich in Staatseigentum befanden und zu den herausragendsten kulturellen Zeugnissen zählten, zu Staatsbetrieben nach § 26 Sächsische Haushaltsordnung (SäHO). Mit der Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Finanzministeriums über die Errichtung des Staatsbetriebes "Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen" vom 22. Oktober 2002 wurden die bislang als einzelne staatliche Betriebe geführten Schlösser, Burgen und Gärten in einen einheitlichen Staatsbetrieb nach § 26 SäHO überführt und die Sächsische Schlösserverwaltung in diesen integriert. Der Zusammenschluss der einzelnen Objekte geschah mit dem Ziel, das traditionsreiche Erbe für künftige Generationen zu bewahren und allen zugänglich zu machen. Neben anderen herausragenden Kulturdenkmälern gehören auch Schloß und Park Pillnitz zum Staatsbetrieb Schlösser, Burgen und Gärten, die größte chinoise Schloßanlage Europas. In dem wundersamen Ensembles aus Gartenkunst und Architektur, das sich etwa 15km östlich des Dresdner Stadtzentrums befindet, spiegelt sich auf kleinem Raum jene Symbiose wieder, die den Reiz der Stadt Dresden im Großen ausmacht: die Verbindung von Natur und Kultur, von Stadt und Land, Residenzstadt und Dorfstruktur. Nach den Parkanlagen von Großsedlitz, Rammenau, Lichtenwalde sollen auch in Pillnitz Eintrittsgelder erhoben und zur Händelung dieser sozial selektierenden Maßnahme auch die Zugänge zum Park beschränkt werden. Man legt quasi im lebenden Organismus des Dorfes Pillnitz um dessen Herz einen nur sehr schwer zu durchdringenden Ring aus Eisen und Maschendraht... Es bezweifelt niemand, dass für Schloß und Park Pillnitz ein hoher Finanzierungsbedarf besteht. Aber angesichts vorheriger massiver Kürzungen der Zuschüsse in den Staatsbetrieb diesen jetzt über eine neuerliche Belastung der Bürger zu decken, ist der falsche Weg. Gerstenberg: "Die als 'Dresdner Weg' bezeichnete Einführung von Eintrittsgeld ist ein Irrweg und eine Täuschung. Es geht nicht um zwei Euro, es geht ums Prinzip: Ein jahrhundertealtes Recht des freien Zutritts, das schon zu Königs Zeiten gewährt wurde, wird jetzt der Kommerzialisierung aller Lebensbereiche geopfert." "Die Erhöhung des Königsteiner Eintrittspreises um ein Drittel auf acht Euro zeigt, was passiert, wenn sich der Freistaat aus seiner Verantwortung zurückzieht und die Festung kostendeckend bewirtschaftet werden soll: Die Zeugen sächsischer Geschichte und Kultur werden nur noch mit wirtschaftlichen Zielen und unter den Regeln des Privatrechts verwaltet. So werden Menschen mit geringem Einkommen vom Besuch ausgegrenzt, aber auch insgesamt keine neuen Besucher gewonnen" Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich für einen Freien Zugang in die Parks und Gärten des SBG ein. Karl-Heinz Gerstenberg gehört zu den Unterzeichnern des Aufrufes "Freier Zugang zum Schloßpark Pillnitz", zu dem Sie über den Link auf der rechten Spalte gelangen können. Auf dieser Seite finden Sie chronologisch geordnet Pressemitteilungen, Redebeiträge und Anträge seit Beginn der Debatte in 2005. Rede vom 09.03.2005 zur Erhebung von Eintrittsgeldern für den Schlosspark Pillnitz DS 4/0889 13. Februar 2012
GRÜNE: Massive Eintrittserhöhungen auf Festung Königstein sind Folgen des PrivatrechtsGerstenberg: Königstein ist Vorzeichen für Zukunft des Schlossparks Pillnitzmehr... 25. Januar 2012
Gerstenberg: Ein jahrhundertealtes Recht des freien Zutritts, das schon zu Königs Zeiten gewährt wurde, wird jetzt der Kommerzialisierung aller Lebensbereiche geopfertRede Karl-Heinz Gerstenbergs zur Aktuelle Debatte zum "Schlosspark Pillnitz", TOP 4, 48 Sitzung, 25. Januar 2012 : Einführung von Eintrittsgeld ist ein Irrweg und eine Täuschungmehr... 25. Januar 2012
Aktuelle Debatte zum "Schlosspark Pillnitz": Einführung von Eintrittsgeld ist ein Irrweg und eine TäuschungGerstenberg: Ein jahrhundertealtes Recht des freien Zutritts, das schon zu Königs Zeiten gewährt wurde, wird jetzt der Kommerzialisierung aller Lebensbereiche geopfertmehr... 12. Januar 2012
GRÜNE: Schlosspark Pillnitz muss frei von Eintrittsgeld bleibenGerstenberg: Abkassieren beim Parkbesuch wäre Triumph der Kleingeistigkeitmehr... 18. Juni 2008
Gerstenberg: Keine Privatisierung des Staatsbetriebes 'Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten!Privatisieren stammt von dem lateinischen Verb "privare" ab, das bedeutet "absondern, rauben". Wir hätten es hier mit einem Raub ganz eigener Sorte zu tun: Ein Anliegen der Deutschen nach ihrer Revolution 1918 war es, die Schlösser und Gärten der einstigen Herrscher zu übernehmen, sie in Volkeshand zu geben und für das Volk nicht nur einfach zugänglich, sondern nutzbar zu machen.mehr... 11. Februar 2007
Zugang zu Schlosspark Pillnitz muss frei bleiben - Kein Eintrittsgeld ohne LandtagsbeschlussDie GRÜNE-Fraktion wendet sich gegen die Ankündigung von Christian Striefler, Direktor der Sächsischen Schlösser, Burgen und Gärten, ab dem Jahr 2008 für den Schlosspark Pillnitz Eintritt zu erheben.mehr... 30. Juni 2006
Gärten und Parks sollen frei zugänglich bleibenAus Sicht der GRÜNEN-Fraktion ist es eine glatte Enttäuschung, dass sich Christian Striefler als neuer Direktor der Sächsischen Schlösser, Burgen und Gärten an das Vorhaben klammert, Eintrittsgeld für staatliche Parks zu erheben. mehr... 9. März 2005
Dr. Karl-Heinz Gerstenberg: Erhebung von Eintrittsgeldern für den Schlosspark Pillnitz(...) Es ist ein Trauerspiel, dass dieser Antrag überhaupt notwendig ist. Das Vorhaben des Staatsbetriebes Schlösser, Burgen und Gärten, künftig eine Eintrittsgebühr für den Pillnitzer Park zu erheben, hält keiner Prüfung stand, aus welchem Blickwinkel auch immer (...) mehr... |

